in dieser, ach so wundervollen, virtuellen welt der » sexuell orientierten foren gibt es verschiedentlich auch die möglichkeit, per button-druck freunde zu gewinnen.
freunde, nicht bekannte, also menschen, die unabhängig von meinungsverschiedenheiten zu einem stehen, die einen ein stück lebensweg begleiten. pathetischer: in guten wie in schlechten zeiten.
das alles per knopfdruck, wie bequem ... kein zusammenwachsen nötig, keine gemeinsamen jahre, nur der knopf - weil wem eine meinung, ein fick, ein gespräch, ein kaffee oder auch nur titten oder schwänze gefielen.
nett soweit, wenn auch a bissl arg schlicht - aber sei's drum.
interessanterweise gibt es natürlich auch die möglichkeit, den ganzen vorgang umzudrehen - natürlich ähnlich leicht; just a click.
'freundschaft' wird also zum beliebigen verteilgut - abhängig von wohlverhalten, jederzeit entziehbar, aus welchen gründen auch immer. die bleiben eh meist im dunkeln.
wäre auch mal interessant, warum kündigt man sowas? verletzte eitelkeit, unglückliche verliebtheit (gibt's ja auch auf anderer ebene zwischen gleichgeschlechtlichen), verlust eingebildeter "macht", selbstüberschätzung der eigenen rolle, langeweile, mangelndes gönnen als eigenständige eifersuchtsform, oder weiß der henker, was noch ...
und irgendwie ... man kann drauf pfeifen - auch die konsequenzen sind ja rein virtuelle. ok, vielleicht verliert man mal nen netten fick oder einen halbwegs interessanten plausch mit wem - was soll's?
in toto: internetfreundschaften per click haben sehr viel vom berüchtigten bild des herrn wilde ... auch im plural ...
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