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Veröffentlicht von mir in einem Forum - bissl pathetisch geschrieben allerdings:

Manchmal sieht man etwas zum wiederholten Male und sieht es plötzlich ganz neu.

» Sunrise war für mich bislang ein zwar schönes Lied, aber ein eher langweiliges Sommervideo - ich liebe den Herbst - bis es heute zur Verhaißung der Szene, die ich inzwischen nicht mehr finde, wurde. Ein schöner Traum halt!

Take a look and have fun!

...und nein, ich suche keine 50 kg auf 175 cm Größe, sondern die beschwingten Menschen, die besondere Gelegenheiten besonders zu zelebrieren wissen...



In der weiteren Diskussion ergab sich dann diese Nachfrage eines anderen Foren-Users:

Wenn es doch anscheinend sooooooooooooooooo schwer fällt etwas passendes zu finden, warum dann nicht was eigenes auf die Beine stellen?

Meine Antwort:

Netter Ansatz, aber mal im Bild gesprochen: Wenn ich mit dem bestehenden Restaurant-Angebot nicht einverstanden bin, aber außer Haus essen will, komme ich doch im Leben nicht auf die Idee, auf Koch umzuschulen und / oder selbst ein Restaurant aufzumachen!?!

Ich denke, daran leidet die Szene. Jeder - mit Verlaub gesagt - Trottel meint, er könne sein Hobby zum Beruf machen. Entsprechend strahlen viele Clubs eher den Charme einer Laubenpiepersiedlung aus als den einer Location, die zum Abschalten vom Alltag einläd.


Meiner Meinung nach sollten lieber Innenarchitekten einen Club einrichten und nicht Mutti mit 'ner alten Vase daher kommen, sie mit ein paar künstlichen Ranken drum herum in ein Kämmerchen packen und das Ganze dann als "Raum Aphrodite" verkaufen. Das Essen sollte vom Catering kommen - Klasse statt Masse und evt. auch mal unter der Prämisse, dass Knoblauch- und Zwiebelgeschmack nicht zum außerehelichen Austausch von Körperflüssigkeiten einladen und fleischlos-glückliche Menschen nicht wirklich begeistert davon sind, immer nur Salat vorgesetzt zu bekommen. Für die Ausstattung der Fickräume könnte man durchaus Hotelmatratzen in Anspruch nehmen und nicht billigstes Schaumgummi, etc. pp.

Kleine Geschichte am Rande: In der Gegend, die wir früher die "Ostzone" nannten, besuchte ich neulich mal eine Art Hotel. Die Zimmer waren eiskalt, die Stühle hatten ihre beste Zeit kurz vor dem 2. Weltkrieg, ... - kurz gesagt, das Ganze Ding war Nogo und ich wollte abreisen. Die Wirtin versuchte mich vom Gegenteil zu überzeugen, indem sie meinte, das wäre doch nur für nachts und weiterhin eine Haltung einnahm, dass ich doch froh sein solle, dass sie so freundlich ist, überhaupt ein Hotel aufzumachen und nun solle ich doch dieses Angebot ohne zu hinterfragen begeistert annehmen. Im *****-Hotel erhielt ich dann den gewohnten Service unter dem Motto "Sei hier Gast".

Klar war´s teurer. Aber lieber zahle ich für etwas (und dann auch gerne mehr), das ich dann selbstverständlich annehmen kann, ohne mich tausende Male zu bedanken - ein Kollege würde sagen "und ein freundliches Gesicht muss ich dann auch nicht machen", als dass ich Geld spare, aber zu Konzessionen gezwungen bin.

Zurück zum Thema:
Die Zeiten, in denen Diskotheken übelst aussahen, sind glücklicherweise vorbei. Zu hoffen ist, dass Clubs, die von unserer Szene heimgesucht werden, nachziehen!





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